Fruchtfliegen (Drosophila)

Fruchtfliegen sind immer noch das am häufigsten verwendete, wenn auch nicht das beste Futter für unsere Frösche. Die zwei häufigsten Arten sind die große Drosopila hydei und die kleinere Drosophila melanogaster. Von diesen gibt es aber mittlerweile einige Zuchtstämme wie z.B. die 'Ameise' oder die 'helle Form'.
Welche sich am besten eignet muss jeder für sich selbst entscheiden. Viele Stämme fangen bei höheren Temperaturen in 2. od. 3. Generation zu fliegen an, sind dafür aber oft produktiver. Wer keine gleichbleibende Temperatur (nicht über 18°) gewärleisten kann, braucht dann früher oder später neue Ansätze.
Die Fliegen sollten vor dem Verfüttern mit einem Vitaminpräparat bestäubt werden. Zum Einen weil sie kein wirklich nahrhaftes Futter darstellen und zum Anderen weil sie sich hierfür jedoch sehr gut eignen. Es gibt mittlerweile einige Vitaminpulver verschiedener Hersteller auf dem Markt. Ich verwende seit gut 20 Jahren das von Hr. Birkhahn zusammengestellte Pulver. Es haftet gut und ist speziel für die Bedürfnisse der Pfeilgiftfrösche hergestellt worden.

Drasopila hydei, die "große" schwarze Fruchtfliege   
Drosophia melanogaster, die "kleine" hellere Fruchtfliege    

So sieht das Ganze eingestäubt aus.

Fliegenbrei gibt es in hundertfacher Ausführung. Hier sei nur einer davon beschrieben.

Speziel für die kleine Fruchtfliege (Ameise). Dieses "Rezept" funktioniert schon seid über 10 Jahren einwandfrei.

1)Zunächst bereiten wir zur Bevorratung ein Gemisch vor, damit man nicht bei jedem Ansatz das Geschisse hat. Bestehend aus 500gr. Matzinger Hundeflocken ohne Fleisch (5Kornflocken) ,500gr. Haferflocken. ----Diese zwei Zutaten werden im Mixer zu Mehl zerkleinert. Hinzu kommen 300gr. Weizenkleie. Alles gut durchmischen, und zur Bevorratung in ein verschließbares Gefäss geben.

2) Jetzt fangen wir mit dem eigentlichen Futterbrei an . Rezept für 3x1Ltr. Einweckgläser. 90gr. Haferflocken in 110ml Wasser einrühren, bis alles matschig ist. Dann in den Micro 2 Min. volle Power erhitzen. Das tötet eventuelle Keime, Milben o.ä. ab. Während dieser Matsch abkühlt, zerbröseln wir den 6. Teil eines Hefewürfels in ein kleines Gefäss mit 1 El. Zucker . Der Zucker lässt die Hefe zerlaufen. Dazu 125 ml Weissbier (da ist auch Hefe drinn). Das Ganze gut umrühren, und zu den abgekühlten,jetzt etwas festen Haferflockenmatsch darüber giessen. Eine Banane, oder eine halbe, wirklich reife Mango dazu. Das Ganze wird mit dem Mixstab fein pürriert. In diesem etwas dünnen Brei kommen 3 gehäufte El. Weizenkleie + 2 gehäufte El von dem obigen Gemisch mit Matzinger. Alles gut durchrühren, und über Nacht abgedeckt stehen lassen. Jetzt stellt man fest, das diese Masse etwas dünner, d.h. flüssiger geworden ist. Jetzt den Brei auf 3 Gläser verteilen, und einen Teelöffel kleine Fliege (Ameise) dazu. Holzwolle rein u. mit einem Blatt Küchenrolle u. Gummi verschliessen . In 21-22 Tagen bei etwa 18-20° C ist der Schlupf. Wichtig! immer alles gut abgedeckt halten, damit Wildfliegen keine Eier rein legen, sonst fliegt irgendwann die ganze Sippschaft. Sollte der Brei etwas zu dünn geraten sein, lässt man die gefüllten Gläser ein paar Stunden stehen, so bildet sich eine Haut, und die Fliegen können nicht mehr ersaufen -------------------Viel Erfolg
Bericht von Günter Duscha