Blattläuse


Erbsenblattläuse
(Acyrthosiphon pisum)

Erbsenblattläuse sind ein herforagendes Futter und eine willkommene Abwechslung in dem nach wie vor beschränkten Futterangebot unserer Frösche. Sie werden recht groß, ausgewachsen erreichen sie die Größe unserer bekannten großen Fruchtfliege (Drosophila hydei). Als Zuchtbehälter verwende ich 1-1,5 L Dosen die mit 2 cm Aufzuchterde befüllt werden. Darauf gebe ich eine Schicht Erbsen die zuvor 24 Std gewässert wurden. Wichtig, immer genug Erbsen dazu geben da meist nicht alle Samen keimfähig sind. Die Erde darf ruhig vollständig bedeckt sein. Dannach befeuchtet man die Erde gut. Wenn die Keimlinge etwa 2 cm hoch sind gebe ich den Ansatz dazu. Hierbei hilft der Erfahrungswert. Zu viel Blattläuse und die Keimlinge werden durch die saugenden Insekten im Wachstum aufgehalten oder verkümmern ganz. Gibt man zu wenig Ansatz dazu dann wachsen die Keimlinge schneller als die Läuse und man hat nur wenig Ausbeute.

Am besten eignen sich Bioerbsen aus dem Reformhaus oder bei größeren Mengen Agrar-Saatgut.


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Weizenblattläuse
(Diuraphis)

Weizenblattläuse, sind wesentlich kleiner als ihre Verwandschaft die Erbsenblattlaus. Sie wird ca. 1mm groß und ist dunklegrün, bräunlich bis fast schwarz gefärbt. Sie ernährt sich vom Saft der Weizenpflanze und läßt sich somit auf Keimweizen recht einfach vermehren. Blattläuse vermehren sich durch Jungfernzeugung und bringen lebende Jungtiere hervor, deshalb ist ihre Vermehrungsrate sehr hoch.
Zur Zucht werden wie bei der Erbsenblattlaus 1 Liter Dosen oder flache Schalen verwendet. Die Weizensaat sollte ebenfalls einige Stunden gewässert und dann auf feuchtem Küchentuch oder Anzuchterde zur Keimung gebracht werden.
Der Rest erfolgt wie bei der Erbsenblattlaus beschrieben.
Aufgrund ihrer geringen Größe sind sie eher für kleinere Frösche geeignet.

Wichtig ist das regelmäßige Keimen neuer Ansätze um immer entnahmefähige Kulturen zu haben
Carsten Duscha © 2011