Milchkrautwanzen

Mit Vitaminpulver bestäubte junge Milchkrautwanzen

Milchkrautwanzen (Oncopeltus fasciatus)

das Verbreitungsgebiet der Milchkrautwanze befindet sich östlich der Rocky Mountains, nördlich von Otario und Kanada. Häufiger sind sie aber im süd-osten der Vereinigten Staaten. Dort findet man sie in Gruppen aller Entwicklugsstadien zwischen Mai und Oktober auf der gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca)
Ausgewachsen sind sie orange-schwarz gefärbt und erreichen eine Länge bis 18mm. Sie zeigen an beiden Enden des Körpers einen rautenförmigen schwarzen Fleck und ein schwarzes Band in der Mitte. Jungtiere besitzen einen einfarbig roten Körper mit schwarzem Kopf.

Bei uns lassen sie sich recht einfach in kleineren Behältern mit einem Deckel und sehr feiner Gaze als Belüftung, züchten. Als Lauffläche kommen Eierkartonteile hinein. In der Natur ernährt sich die Milchkrautwanze in allen Stadien vorwiegend vom Saft der Seidenpflanze. Sind die heimischen Pflanzen knapp werden sie zu Aasfressern und Raubtieren. Als Ersatz zur Zucht bei uns, eignen sich geschälte ölhaltige Samenkerne der Sonnenblume oder Nüsse und gekeimten Weizen. Als "Tränke" benutzte ich feuchte Wattepads.

Die Weibchen legen ihre gelben Eier gern in weiches Substrat. Filtermatten von Dunstabzugshauben werden bevorzugt angenommen. Diese schneidet man in ca. 5 x 5 cm große Stücke. Die Gelege färben sich während ihrer Entwicklung von gelb zu orangerot. Die geschlüpften Jungtiere haben eine Größe von ca. 1 mm. Sie häuten sich mehrfach bis sie (je nach Raumtemperatur) nach ca. 4 Wochen ausgewachsen eine Größe von 13 - 18 mm erreichen.

Allerdings werden sie von den Fröschen nur bis zur 2. Häutung angenommen. Dannach sammeln sie giftige, bittere Glycoside im Körper. Kombieniert mit der warnenden und leuchtenden Färbung schützt es sie vor Räubern.

4 Tage alte Wanzen  An der Tränke 
Bald beginnt die letzte Häutung  Endlich ausgewachesn 

Kleines Terri mit allem was das Milchkrautwanzenherz begehrt. Sind die Tiere geschlechtsreif werden die kleinen Filtermattenstücke beigelegt.

Carsten Duscha © 2009