Adelphobates quinquevittatus

Interessantes über den echten A.quinquevittatus aus Brasilien

Auch Adelphobates quinquevittatus lebt meist paarweise in kleinen Revieren am Waldboden. Ihre Reviere liegen oft zwischen mehreren markanten Begrenzungen wie beispielsweise die Brettwurzeln großer Bäume. Hat man erst einmal ein solches Revier ausfindig gemacht, kann man interessante Beobachtungen machen. Seine Larven zieht A.quinquevittatus genauso wie A.galactonotus und A.castaneoticus in den leeren Schalen der Paranuss auf. Außerdem ist beispielsweise bekannt daß sich ein Paar immer um mehrere Larven (durchaus 5 oder mehr) verschiedener Stadien gleichzeitig kümmert. Dies konnte man sehr gut anhand verschiedener Größen der Larven erkennen. Recht interessant ist auch das man immer nur eine Kaulquappe in einer Wasseransammlung findet solange diese noch keine vollentwickelten Hinterbeine hat. Danach stellt sie anscheinend die Futteraufnahme ein und vergeht sich nicht mehr an neueingesetzten Larven. Die neuen Larven beginnen aber erst mit dem Wachstum ca.10 Tage nach dem Anlanden der ersten Kaulquappe. Ein Grund dafür kann der immer wieder vermutete Hemmstoff sein der sich erst dann abgebaut hat. In wieweit die Wasserqualität im Biotop eine Rolle spielt, fragt sich immer dann, wenn man einmal am Inhalt solch einer wassergefüllten Nussschale riecht. Sich zersetzende organische und tierische Stoffe produzieren eine übel richende Flüssigkeit. Der Geruch ist manchmal unbeschreiblich und man möchte sie dann immer gleich wieder fallen lassen, hätte man da nicht vorher eine Schwimmbewegung wahrgenommen. Die genauere Untersuchung des schmierigen, manchmal dickflüssigen, rot-schwarzen Inhalts brachte dann oft eine wohlgenährte Kaulquappe zum Vorschein. Ein Wasseraustausch findet nur bei intensiveren Regengüssen statt. Das kann am Ende der Regenzeit oft Wochen dauern. Denkt man dann an unsere Bemühungen in der Terrarienhaltung den Larven möglichst sauberes, ständig frisches gefiltertes Wasser zu bieten, dann steht man schon das eine oder andere Mal völlig nassgeschwitzt und warscheinlich genauso übel riechend irgendwo kopfschüttelnd im Regenwald. Die Kaulquappen von D.quinquevittatus erreichen etwa eine Größe von 3cm und wie bei D.castaneoticus, ist eine schwache Zeichnung erst kurz vor Ausbrechen der Vorderbeine zu erkennen. Sein Buzz-Ruf von etwa 2-3 Sec.ist wesentlich leiser als z.B. der von R.ventrimaculata und von der Frequenz her auch etwas höher.
Interessant ist auch die Beobachtung das die Dendrobaten in Ost- und Mittelbrasilien überwiegend bodenorientiert leben und dort auch ihre Larven aufziehen. Wogegen die in Westbrasilien und Peru beheimateten Arten ihre Kinderstube teils in Höhen von über 15m, in baumbewohnenden Bromelien und Astlöcher haben. Ein Grund hierfür ist sicher auch die unterschiedliche Vegetation.

Infos zur Zucht folgen...